Landeckseite
Gaestehaus Lerchenfeld
Dom Skowronki
Bad Landeck / Lądek Zdrój - Reyersdorf / Radochów
Grafschaft Glatz  / Ziemia Kłodzka  -  Niederschlesien / Dolny Słąsk
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Bad Landeck Infoseite

panorama
landeck
eines der ältesten Bäder in dieser Region dem in der Zwischenzeit
Reyersdorf / Radochów mit dem Gästehaus Lerchenfeld eingemeindet wurde.
  • Mittelpunkt der Stadt ist der 96 x 56 m große Ring (Rynek) mit teilweise barocken Hausgiebeln an drei Seiten. Die Häuser der Ring-Nordseite sind mit malerischen Laubengängen versehen. An der Südwestecke des Rings steht das Haus des berühmtesten Bürgers, Michael Klahr d. Ä. Es ist mit einer Schutzmantelmadonna aus seiner Werkstatt geschmückt.
  • Das in klassizistischen Formen gestaltete Rathaus wurde 1872 errichtet.
  • Die Staupsäule an der Ostseite des Rathauses stand ursprünglich in Heinzendorf (Skrzynka).
  • Die Dreifaltigkeitssäule wurde von Anton Reichel gestiftet und von Michael Klahr d. Ä. um 1739 aus Stein geschaffen. Sie hat einen dreieckigen Grundriss. Auf dem Sockel stehen die Namenspatrone des Stifters: die Hll. Antonius, Lukas und Johannes der Täufer. Auf den oberen Ecksockeln sind die Hll. Joseph, Joachim und Anna dargestellt, dazwischen erhöht Maria Immaculata. Die Säule wird von der Hl. Dreifaltigkeit und einem hochragenden Kreuz bekrönt.
  • Westlich vom Ring steht die Pfarrkirche Mariä Geburt (Kościół Narodzenia NMP) mit einem seitlich stehenden Turm und schöner barocker Haube. Die Kirche wurde erstmals 1336 urkundlich erwähnt. Der heutige Saalbau wurde 1690–1701 vom Baumeister Lorenz Weiss aus Glatz errichtet und Anfang des 18. Jahrhunderts mit Stuck und Deckengemälden verziert. Die Wandmalereien schuf Anfang des 20. Jahrhunderts der Landecker Künstler Wilhelm Reinsch.
    • Von Michael Klahr d. Ä. stammen das Wandkreuz gegenüber der Kanzel und die Figuren der Hll. Anna, Johannes, Ignatius, Franz, Philippus und Franz Xaver.
    • Michael Klahr d. J. schuf die Kanzel mit der Christusfigur auf dem Schalldeckel, den Orgelsprospekt, die Beichtstühle und die Statuen der Hll. Maria und Joseph sowie die Krippe, die zur Weihnachtszeit aufgestellt wird. Den jetzigen Hochaltar schuf 1901 der Landecker Bildhauer August Klein als Kopie des ursprünglichen Hochaltars von Michael Klahr d. J., der in ein Breslauer Museum gegeben wurde.
  • Die Bildsäule am westlichen Ortsausgang ist von 1806 und stellt die hl. Maria mit Zöpfen dar.
  • Die östlich des Rings gelegene Evangelische Salvatorkirche von 1848 ist nicht zugänglich.
  • Die malerische Johannesbrücke über die Biele ist von 1565. Sie wurde 1709 mit der Skulptur des Heiligen Johannes von Nepomuk
    geschmückt, dessen Haupt von fünf Sternen umkränzt ist.
Rathaus-02
Das Rathaus auf dem Ring von Bad Landeck von 1872
(Aktueller Zustand)
klarhaus
Wohnhaus und Wirkungsstätte von Michael Klar d. Ä.am Ring
(Aktueller Zustand)

landeck-luftbild
Eine Luftaufnahme aus den 30 er Jahren zeigt das alte Bad Landeck

Aktuelle Luftaufnahmen können
über die Linkseite aufgerufen werden , es lohnt sich da hinein zu sehen.

Geschichte des Bades 

Das Landecker Bad, das älteste der ehemaligen Grafschaft Glatz, entwickelte sich auf der Gemarkung Ober-Thalheim. Es liegt östlich der Stadt und wird klimatisch durch das Reichensteiner Gebirge nach Norden und Osten geschützt. Über die Entdeckung der Quellen ist wenig bekannt. Sie wurden vermutlich ab dem 13. Jahrhundert genutzt. 1428 wurden auch die Badeanlagen durch die Hussiten, 1470 durch eine Überschwemmung zerstört. Aufgrund einer Quellenuntersuchung durch den Wiener Arzt Dr. Konrad vom Berge veranlasste Ende des 15. Jahrhunderts Georg I. von Münsterberg, damals Mitinhaber der Grafschaft Glatz, den Bau eines Badehauses (Georgenbad), daneben eines Wohnhauses und einer Georgskapelle und erließ 1501 die erste Badeordnung. 1572 erwarb die Stadt Landeck das Georgenbad, beließ jedoch wegen Geldmangel die inzwischen neu entdeckten Quellen in Privatbesitz. 1604 wurde der erste Badeprospekt herausgegeben. Über der 1625 genannten Schwefelquelle erbaute 1678 Johann Sigismund Hoffmann von Leuchtenstern, der das Grundstück erworben hatte, ein Badehaus (Marienbad) und mehrere Häuser für Kurgäste sowie 1688 die Marienkapelle. Der Enkel des Erbauers verkaufte 1735 das Marienbad zugleich mit den Dörfern Ober-Thalheim, Leuthen, Voigtsdorf, Karpenstein und Heidelberg an die Stadt Landeck.

Die Zahl der Badegäste nahm deutlich zu, nachdem neben Mitgliedern des preußischen Königshauses auch andere hochgestellte Persönlichkeiten das Bad zu Heilzwecken aufgesucht haben. Staatsminister Graf Hoym, der selbst 1782 als Kurgast in Landeck weilte, nahm sich seiner Entwicklung besonders an. Im 19. Jahrhundert erfolgte ein planmäßiger Ausbau des Bades und der Badeeinrichtungen. Im Deutschen Krieg von 1866 dienten Hotels und Badeeinrichtungen als Lazarette für verwundete Soldaten. 1912 wurde das Radium-Emanatorium eröffnet und Landeck zum Radiumheilbad ernannt. Auch im Zweiten Weltkrieg wurde der Kurbetrieb teilweise eingeschränkt und die großen Hotels wiederum als Lazarette benutzt.

marienbad
Kurhaus "Wojciech"
(Marienbad)
georgenbad
Neues Georgenbead

Quellen, Heilanzeigen 

Die radiumhaltigen Schwefelquellen sind 16,5 bis 29,6 Grad warm, die erst 1972/73 entdeckte, äußerst starke Quelle sogar 43,9 Grad. Sie werden für Trinkkuren und für Bäder genutzt und insbesondere gegen Rheuma, Gicht, Gelenk- und Frauenleiden sowie Altersstörungen verordnet.

Diese Kurmöglichkeiten in Bad Landeck können Sie also vom Gästehaus Lerhenfeld auf dem kürzesten Wege erreichen.

Einen kräftigen Schluck aus der Luisen-Quelle
Einen kräftigen Schluck aus der Luisen-Quelle

Sehenswürdigkeiten im Badebezirk


  • Das Marienbad (heute Wojciech) wurde erstmals 1678 errichtet und 1778–1780 nach Plänen des Breslauer Architekten Hermann Völker neu erbaut. Es ist ein vornehmer Zentralbau mit Kuppel im Stil der Neorenaissance und enthält im Erdgeschoss des Rundbaus ein Wasserbecken, darüber die Trinkhalle und in den Flügeln die Bäder für die Kurgäste. Es wurde 1984–1998 renoviert. Erhalten ist die Neorenaissance-Dekoration der Trinkhalle und des Redoutensaals.
  • Das Ende des 14. Jahrhunderts erstmals errichtete Georgenbad wurde 1917 neu erbaut.
  • Das Friedrichsbad mit Thermalschwimmbad wurde 1936 erbaut.
  • Die Wandelhalle (Albrechtshalle) entstand 1842.
  • Die auf einer Anhöhe liegende barocke Georgenkapelle (Kaplica św. Jerzego) wurde 1637 neu errichtet und 1665 durch den Prager Erzbischof von Harrach, der zur Kur in Landeck weilte, eingeweiht. Es ist ein achteckiger Zentralbau mit geschweiftem Dach und Laterne. In der Kuppel befinden sich Fresken von 1720 mit Szenen aus dem Leben des Hl. Georg und der Hl. Dreifaltigkeit im Mittelfeld. 
  • Die barocke Kapelle St. Maria Einsiedel (Kaplica NMP "Na pustkowiu", ul. Lipowa) ist eine Stiftung von Johann Sigismund Hoffmann von Leuchtenstern von 1678. Sie wurde 1690 und 1801 erweitert. In den Giebeln sind Figuren der Maria Immaculata und der Hll. Anna und Joseph. Der Hauptaltar – mit Marienfigur von 1672 – ist aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die neobarocken Altäre sind von 1926. Vor der Kapelle steht eine Mariensäule.

Stadtwald und Umgebung 

Direkt an den Badebezirk schließt der Stadtwald an, der früher über 35 km lange Wanderwege bot.
Beliebte Wanderziele sind der 1786 erbaute
Waldtempel,- der heute leider nicht mehr existiert, dafür ist  das Große Restaurant gleichen Namens noch immer erhalten -, in dem sich 1813 König Friedrich Wilhelm III. und Zar Alexander trafen und der schöne Aussichtspunkt Dreieckerfels (Trojak) sowie die Burgruine Karpenstein (Karpno). Möglich sind auch Ausflüge ins Glatzer Schneegebirge (Masyw Śnieżnika), ins Bielengebirge (Góry Bialskie) und ins Reichensteiner Gebirge
ring
Blick vom Ring in die Kirchstrasse
dreifaltigkeit
Die Dreifaltigkeit
lauben
Die Lauben am Ring
albrechtshalle
Die Albrechtshalle
biele
Die Biele

Ein Zentrum der kirchlichen Kunst 

Nachdem Michael Klahr d. Ä. 1724 in Landeck eine große Bildhauerwerkstatt gegründet hat, die von seinem Sohn Michael Klahr d. J. weiter geführt wurde, entwickelte sich Landeck zu einem bedeutenden Zentrum der kirchlichen Kunst. Zu den bekanntesten Bildschnitzern, sowie Kirchen- und Kunstmalern gehören August Klein, Franz Thamm, Aloys Schmidt und seine Söhne sowie Wilhelm Reinsch und Leo Richter.
Kirche
Weitere Informations- Möglichkeiten zu Bad Landeck über die "Linkseite"Die Kath.Kirche Maria Geburt